Badische
Zeitung vom Dienstag, 10. Dezember 2002
Ziel:
"Black-Forest" weiter festigen
Besondere Feierstunde im Schloss Bonndorf / Landrat Bernhard
Wütz überreicht Bundesverdienstkreuz an Marie-Therese
Viedt
Von
unserer Redakteurin Juliane Kühnemund
BONNDORF. Es war eine ganz besondere Feierstunde im Schloss
Bonndorf, als Marie-Therese Viedt aus der Hand von Landrat Bernhard
Wütz das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
erhielt (wir berichteten bereits in unserer gestrigen Ausgabe).
Zu spüren war der Wunsch aller Anwesenden, dass der Traum
der Geehrten, die deutsch-amerikanische Freundschaft und insbesondere
das Projekt "Black-Forest" weiter zu festigen, auch
in Zukunft ein lebendiger Traum bleiben wird.
Teri
Viedt, Leiterin der Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit
bei der US-Army in Darmstadt, hat sich große Verdienste
um die Festigung der transatlantischen Beziehungen erworben.
Sie wurde auch als unermüdlicher Motor des Freundschaftsprojektes
"Black Forest", beziehungsweise der Gesellschaft zur
Förderung des deutsch-amerikanischen Freundschaft (GFDAF)
bezeichnet, und war maßgeblich an deren Gründung
im Jahre 1988 beteiligt. Der Wunsch von Teri Viedt, die Kontakte
über den Atlantik von der politischen auf die menschliche
Ebene auszuweiten, komme aus dem Herzen, meinte der Präsident
der GFDAF, Werner Dörflinger, in seiner Ansprache.
Die
ersten Kontakte zu Teri Viedt habe er, Dörflinger, im Jahre
1982 in Bonn geknüpft. Daraufhin folgten erste Besuche
im Landkreis Waldshut und in Bonndorf, jener Stadt, zu der Teri
Viedt bis heute eine ganz besondere Beziehung pflegt. Das Projekt
"Black Forest" war geboren. Dörflinger lobte
in diesem Zusammenhang auch die Bonndorfer Bürger und Vereine,
bei denen die Idee der Partnerschaft auf sehr fruchtbaren Boden
gefallen sei. "Die Stadt war immer ein idealer Partner",
meinte Dörflinger auch mit Blick auf die Schule in Boll,
die als Begegnungsstätte große Bedeutung erlangt
habe. Teri Viedt dürfe mit Fug und Recht als Hauptinitiatorin
und Pionierin der deutsch-amerikanischen Freundschaft bezeichnet
werden, sagte der GFDAF-Präsident, auf ihr unermüdliches
Betreiben sei die Idee Jahr für Jahr mit mehr Leben erfüllt
worden. Der Wunsch der Geehrten, das Bundesverdienstkreuz in
Bonndorf zu erhalten, beweise die tiefe Verbundenheit von Teri
Viedt mit der Löwenstadt, außerdem plant die gebürtige
Kanadierin, den "Black Forest" später einmal
ganz zu ihrer Heimat zu machen.
Landrat
Bernhard Wütz, der Teri Viedt das Bundesverdienstkreuz
im Auftrag von Bundespräsident Johannes Rau verlieh, bezeichnete
die "großartige Frau" auch als Vorbild im Ehrenamt.
Ihren Einsatz für das gegenseitige Verständnis beider
Nationen habe sie immer mit Freude geleistet. Das ehrenamtliche
Engagement habe sie als innere Bereicherung erlebt. Die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes sei nun ein Zeichen dafür, welchen
Stellenwert man dieser Arbeit beimisst, meinte Wütz, der
zudem seine Freude darüber äußerte, dass prominente
Gäste aus Deutschland und den Vereinigten Staaten zum Festakt
nach Bonndorf gekommen waren.
Teri
Viedt selbst sagte: "Mit so einer hohen Ehre für meinen
bescheidenen Beitrag zur deutsch-amerikanischen Freundschaft
habe ich nie gerechnet. Ich bin tief gerührt und werde
diesen einzigartigen Moment in meinem Leben nie vergessen."
Sie appellierte abschließend an alle, den Traum der transatlantischen
Partnerschaft weiter stark und lebendig zu halten. Den würdigen
musikalischen Rahmen für die besondere Feierstunde im Bonndorfer
Schloss gestaltete das Brass Quintett der Bonndorfer Stadtmusik.