Badische
Zeitung vom Montag, 9. Dezember 2002
Motor
der Freundschaft
Für ihre Verdienst um das Projekt "Black Forest"
erhielt Teri Viedt das Bundesverdienstkreuz
Von
Juliane Kühnemund
BONNDORF. "Sie ist Herz und Motor der deutsch-amerikanischen
Freundschaft." Mit diesen Worten würdigte der Präsident
der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-amerikanischen
Freundschaft (GFDAF), Werner Dörflinger, die Verdienste
von Teri Viedt, der am Samstagabend im Bonndorfer Schloss eine
ganz besondere Ehrung zuteil wurde.

Foto: Bruno Morath
Die
Leiterin der Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit
bei der US-Army in Darmstadt wurde mit dem Bundesverdienstkreuz
der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Werner Dörflinger
verglich Marie-Therese Viedt, die sich seit der Gründung
der GFDAF im Jahre 1988 unermüdlich für das Freundschaftsprojekt
"Black-Forest" eingesetzt hat, mit einer Gärtnerin,
die den großen deutsch-amerikanischen Garten mit Liebe
hegt und pflegt. Durch ihren Einsatz in den vergangenen 14 Jahren
habe die Freundschaft einen breiten menschlichen Unterbau erhalten,
vor allem auch bei jungen Menschen, so Dörflinger, der
an das Projekt "Help the Kids" erinnerte. Teri Viedt
sei es auch zu verdanken, dass sich die Freundschaft sehr handfest
entwickelt hat, beispielsweise durch die Mithilfe amerikanischer
Soldaten beim Sportplatzbau in Birkendorf und Dillendorf. Dörflinger
bezeichnete Teri Viedt als eine charmante, liebenswürdige
Frau, die als herausragende Botschafterin ihres Landes ein ganz
persönliches Kapitel der Freundschaft zwischen den beiden
Ländern geschrieben hat.
Die
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die auf Wunsch von Teri
Viedt im Bonndorfer Schloss stattfand, jenem Ort, an dem das
Herz der deutsch-amerikanischen Freundschaft besonders kräftig
schlägt, nahm Landrat Bernhard Wütz im Auftrag von
Bundespräsident Johannes Rau vor. "Durch menschliche
Kontakte lassen sich Probleme überwinden", sagte Wütz
mit Blick auf die gegenwärtigen Spannungen zwischen den
beiden Ländern. Und gerade diese menschlichen Kontakte
habe Teri Viedt vorbildlich und mit innerer Überzeugung
vermittelt. Die Geehrte selbst war ob der hohen Auszeichnung
sichtlich gerührt. "Die hohe Ehre gebührt allen,
die dazu beigetragen haben, den Traum der persönlichen
Freundschaften zu verwirklichen, übte sie sich in Bescheidenheit.
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