Badische Zeitung vom Donnerstag, 28. November 2002
Graziöse
Schrittformationen in Boll
Ballettlehrerin Heide Mondon unterrichtet im Peter-Folkerts-Haus
/ 50 Mädchen und ein Junge
BONNDORF (mw). In neuen Räumen unterweist künftig
Ballettlehrerin Heide Mondon ihre Eleven aus der Region Bonndorf,
und zwar im Peter-Folkerts-Haus in Boll. 50 Mädchen und
ein Junge im Alter von vier bis 15 Jahren erlernen bei der Tanzlehrerin
graziöse Schrittformationen und Bewegungsabläufe,
je nach Alter in unterschiedlichen Lernstufen.
Bislang
unterrichtete Heide Mondon in Bonndorf entweder im Musiksaal
des Bildungszentrums oder in der Turnhalle der Grundschule.
Dies war für sie insofern umständlich, als dass sie
sämtliche Unterrichtsutensilien jedes Mal hin und her transportieren
musste. Nun ist die Tanzlehrerin froh, in der hellen, freundlich
gestalteten ehemaligen Turnhalle des Begegnungszentrums der
Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft GFDAF untergekommen zu sein.
Die schwingende Beschaffenheit des Parkettbodens eignet sich
besonders für Balletttanz, aber auch die Lagerräume
für sämtliche Geräte oder Unterrichtsmaterialien
sind praktisch.
Regina
Folkerts, der die Vermietung des Peter-Folkerts-Hauses im Auftrag
der Gesellschaft obliegt, bringt allerdings klar zum Ausdruck,
dass die Unterbringung der Ballettschule eine Ausnahme ist.
Das Begegnungszentrum steht in erster Linie für Aufenthalte
der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, also meist den Soldaten
der US-Army aus Darmstadt, zur Verfügung. Falls sich hier
Terminüberschneidungen ergeben sollten, haben die amerikanischen
Freunde selbstverständlich Vorrang. Allerdings habe sie
sich dem Anliegen der Ballettlehrerin auch nicht ganz verschließen
können, da gerade Jugendarbeit, die zudem noch mit Bewegung
verbunden ist, mit dieser Ausnahmeregelung gefördert wird.
Heide
Mondon unterrichtet in Bonndorf seit vier Jahren und versteht
es hervorragend, Kinder sämtlicher Altersstufen für
den Balletttanz zu begeistern. Im Abstand von eineinhalb Jahren
führt die Ballettschule jeweils größere Werke
auf. Im kommenden Jahr wird demnach vermutlich das bekannte
Kindermärchen "Frau Holle" in getanzter Version
zu sehen sein. Die Eltern der Ballettschüler können
sich jedoch im Rahmen einer "offenen Stunde" zweimal
jährlich von den Künsten ihrer Kinder überzeugen,
eine Gelegenheit, die sie am Dienstag nun erstmals in Boll nutzten.