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Schock nach Terror-Krieg sitzt tief

GFDAF fühlt sich getroffen

Beitrag aus der Badischen Zeitung vom 13. September 2001.

BONNDORF (jul). "Wir sind geschockt". Der Präsident der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft (GFDAF), Werner Dörflinger, drückte gestern im Gespräch mit der Badischen Zeitung das aus, was wohl alle angesichts des schrecklichen Terroranschlags in den USA empfinden. Die Betroffenheit ist tief und in der GFDAF fühle man sich nicht nur betroffen, sondern getroffen, meinte Dörflinger, der zahlreiche persönliche Kontakte in die Vereinigten Staaten pflegt.

Nachdem es am Tag des Terror-Krieges unmöglich war, eine telefonische Verbindung in die USA herzustellen, sei es mittlerweile gelungen, Kontakt mit den amerikanischen Freunden aufzunehmen. Nach ersten Erkenntnissen sei keiner der näheren Bekannten unmittelbar von der Katastrophe betroffen, erklärte Werner Dörflinger. Der den Bonndorfer Bürgern gut bekannte Oberst Harry Tomlin, ehemaliger Standort-Kommandeur der US-Armee in Darmstadt, habe sich zum Zeitpunkt des Anschlages in Alabama aufgehalten und sei dadurch außer Gefahr gewesen. „Dennoch, man denkt an die Freunde, und dabei übermannt einen ein Gefühl der Ohnmacht“, erklärte der GFDAF-Präsident tief erschüttert.

Es fehlen die Worte

„Man will helfen und kann nichts tun“, beschrieb Werner Dörflinger die Gefühlslage, auch vor dem Hintergrund, dass die deutsche Bevölkerung den Amerikanern viel zu verdanken hat. mit Worten nicht beschreiben Den Freunden der US-Armee in Darmstadt habe die GFDAF bereits kurz nach dem Terroranschlag ihre Verbundenheit bezeugt. Das dortige Entsetzen über den schrecklichsten Anschlag in der Terrorismusgeschichte lasse sich mit Worten nicht beschreiben, erklärte Dörflinger tief betroffen und fügte hinzu, dass in Darmstadt jetzt rigorose Sicherheitsmaßnahmen herrschen.

Begegnungszentrum wird verstärkt geschützt

Eine Gefährdung des Begegnungszentrums in Bonndorf-Boll schließt Werner Dörflinger zwar aus, dennoch fahre die Polizei verstärkt Streife im Bereich des Peter-Folkerts-Hauses. Dies bestätigte auch die Bonndorfer Polizei. Obwohl sich in dem Haus momentan keine Gruppen aufhalten, zeige man verstärkt Präsenz, so die Auskunft aus dem Polizeiposten. Werner Dörflinger fasste seine Stimmungslage mit folgenden Worten zusammen: „Für mich ist es wie ein schrecklicher Horrorfilm, ich kann das alles noch gar nicht glauben.“

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Letzte Änderung dieser Seite: 08.06.2005